Bericht über die Fahrradtour am Bodensee
vom 11.8.99 - 15.8.99.
 
 
Wie geplant, haben wir unsere Fahrradtour rund um den Bodensee, die wir in Zusammenarbeit mit LJSB organisiert haben, mit Erfolg durchgeführt.
 
Alles fing mit dem Zusammentreffen am Mittwoch, den 11. August zur gemeinsamen Beobachtung der Sonnenfinsternis in Stuttgart an. Obwohl das Wetter nicht mitgespielt hat, haben wir den sichtbaren Teil dieses Naturschauspiels bis auf die Haut durchnäßt, aber dafür mit umso mehr Humor mitverfolgt.
 
Dieses Bild sollte man gesehen haben... Die Sonnenbrillen sind einfach cool!
 
Als die Sonne endlich - leider 2 Minuten zu spät - wieder zwischen den Wolken erschien, fuhren wir, mit Abenteuergeist erfüllt, Richtung Bahnhof, um mit dem Zug nach Friedrichshafen zu gelangen. Dort angekommen, fanden wir - entgegen allen Vorhersagen - schönes Wetter vor und konnten uns, bald nachdem wir uns in der Stadt heimisch gemacht haben, auf den Weg zum Campingplatz machen.
 
Am zweiten Tag unternahmen wir nach einem gemütlichen Frühstück...
 
Früstück am Campingsplatz
 
einen Ausflug nach Lindau, bei welchem es sich eine Gelegenheit für sportliche Betätigung und Badespaß anbot.
 
Am Freitag fuhren wir nach Überlingen, von wo aus wir mit der Fähre den Bodensee überquerten.
 
In Konstanz angekommen, haben wir einen wunderschönen Empfang in der jüdischen Gemeinde erlebt.
Nach dem Kabbalat Schabbat wurden wir zum Kiddusch eingeladen. Der gefillte Fisch und der Tscholent, mit denen uns unsere Gastgeber am Schabbat verwöhnt haben, werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Nach dem Schacharit und dem Frühstück in der Gemeinde wurden wir durch den im Umbau befindlichen Synagogenraum geführt. Danach blieb uns noch ein bißchen Zeit, sich in dem Stadtkern von Konstanz ein wenig umzuschauen.
 
(Hinweis:  Die Bilder wurden am Sonntag gemacht)
 

 
 

 
Nachmittags, nach einem kleinen Imbiß und dem Minchagebet in der Gemeinde nahmen wir an einem Schiur von Rav Naftalin zum Thema „Jüdische Seele“ teil. Die anschließende heftige Diskussion ließ keinen von uns unberührt, um so mehr, daß die von Michael gelieferte Simultanübersetzung jegliche Verständigungsprobleme beseitigte. Die Diskussion hat uns so ergriffen, daß wir dabei die Zeit vollkommen vergaßen. Schweren Herzens nahmen wir die Nachricht entgegen, daß wir schon zum Ende kommen müssen, damit wir noch rechtzeitig Maariv und Hawdala machen können, bevor das große Feuerwerk  - es war ja gerade Seenachtsfest in Konstanz - anfängt. Pünktlich auf der Dachterrasse des Gemeindehauses angekommen, wurden wir Zeugen eines spektakulären Zusammenspiels von Licht und Musik, das die deutsche und die schweizerische Seite in einem Wettkampf geliefert haben.
Nachdem wir uns bei unseren Gastgebern bedankt und uns von ihnen verabschiedet haben, verließen wir die gastfreundliche Konstanzer Gemeinde, in Richtung Jugendherberge, wo wir die letzte Nacht verbracht haben.
 
Auf dem Nachhauseweg ließen wir all diese ergreifenden Eindrücke nochmals revue passieren und waren alle ein bißchen traurig, uns am Bahnhof verabschieden zu müssen.
 
Wir sind uns sicher, daß dies, beezrat Haschem, nicht die letzte Veranstaltung dieser Art war und wir uns bald noch zahlreicher wiedersehen werden.
 
Bis hoffentlich bald
 
                Studentengruppe der IRG Stuttgart