Schabbes-Wochenende in Mannheim

Ein Bericht von Sharon

Die Vergangenheit:

Die Krise der Identität beginnt, wenn es nichts zu erleben gibt, dann läuft das Individuum auf den Bahnen einsamer Läufe.

Die Gegenwart: Ein Schabbes-Wochenende, diesmal in Mannheim. Mit großer Erwartung sah ich dem Schabbes-Wochenende entgegen. Sie wurde noch weit übertroffen von dem was dann tatsächlich alles stattfand.

Erstens sah ich wieder einige der mir bekannten Gesichter wieder. Des weiteren traf ich auch einige mir aus früheren BJSD-Tagen bekannten wieder. Die Gemeinde besitzt tatsächlich eine Mikwe, in der sich altes und neues Wasser in Harmonie küssen und Reinheit gebiert. So erfuhr ich auch, dass Heidelberg die Stadt mit den meisten Gedenktafeln in Baden-Württemberg ist, mehr als Tauben und Dönerbuden zusammen. Ausserdem hat die Bevölkerung schon vor einer Weile geschafft, mit verpackten und verplombten Halteverbotsschildern (Christo hätte seine Freude daran) die Belange des Bürgers durchzusetzen. Dabei war das Wochenende herrlich ... Mein erstes Wochenende ohne aufgeladenes Handy. (Die Jugendherberge besitzt keinerlei Steckdosen). Ich habe mich vollgegessen, in der Gemeinde hatten wir einen richtig herzlichen Empfang. Ein Ort, an dem Studenten wirklich gerne gesehen sind und begrüßt werden. Die Worte der der 2. Vorsitzenden der Gemeinde Mannheim haben mich gerührt. Nadja und Shila bedankten sich im Namen der Studenten. Dafür sei Ihnen Dank und für die ganze Organisation auch. Ebenfalls auch Jonathan und Nina. Und natürlich auch Michael alias Misha (auch im Vorstand des SVS, Verteiler- und Homepageexperte für den ganzen Südwesten und demnächst auch fast für die ganze Republik... ) Natürlich - Studenten können sich bedanken, falls jemand etwas anderes denkt, so sage ich ihm: "Eto to, shto ti dumajesh!". Hätte ich doch nur in der 9. Klasse Russisch gelernt. Dieses Thema war zwar nicht auf dem Programm, dennoch ist die Integration der kleinen, zahlenmäßig fast unbedeutenden nicht-russischsprechenden Minderheit in nahezu allen Gemeinden und Gruppen ein vieldiskutiertes Thema. Apropos Diskussion ... die kam wahrlich nicht zu kurz. Nachdem ja statistisch 4 Juden siebeneinhalb Meinungen synchron und mit variablem Standpunkt finden können, gelang es den etwa 40 Teilnehmern in schon fast astronomische Zahlen vorzustoßen. Einige waren schon gleichzeitig dafür und sogar zweimal dagegen. Einer sogar dreimal.

Doch zuerst von Anfang an. Unterkunft in einer Jugendherberge. Dies ist sehr schön und sehr praktisch, für Studenten erschwinglich, und man kann auf dem Weg zur Synagoge schon so die erste Hälfte der Plotkes seit dem letzten Treffen auffrischen. Ein Tip für die Verantwortlichen: Je öfter die Treffen sind, desto schneller sind die Update-Zeiten, desto kürzer der Weg - relativ gesehen, das wusste schon Albert in seiner Theorie. Zum Glück ist ja schon nächste Woche das nächste Treffen. Ich schreibe das alles hier nicht nur, um möglichst viele von Euch in zu der Anmeldeseite auf unserer Homepage zu locken, sondern auch, damit ihr Euch gleich anmelden könnt,wenn ihr schon mal da seid. Ich werde später noch einige Male zurückkommen.

Habe ich schon gesagt, dass sich das Organisationsteam wirklich fast komplett verausgabt hat, um das zu organisieren? Aber wozu soll man denn da hingehen?? Was gibt's denn da?? Nun ja, erst mal 'ne Menge neuer Leute... Neue Leute?? Boa eh, konkret, krass. Wo kann ich mich anmelden? Ehrlich wahr. Habe selber gleich 9 neue Leute kennengelernt. Dazu muss ich bemerken, dass ich die meisten schon eine Weile kenne, als Vorstandsmitglied des SVS hatte ich die Gelegenheit schon einige Male... Guter Schnitt für soweit. Und wie gesagt, die Stimmung war einfach gut. Übrigens ... während ich dies hier schreibe, spreche ich gerade mit meiner Schwester Nelli übers Internet. Diese Erfindung hat die halbe Familie in Freude versetzt, die andere Hälfte war sprachlos. Die Einstellungen dieser Programme (Windows und so) für totale Anfänger sind nicht gerade einfach. Aber zum Glück studiert ja inzwischen praktisch die Hälfte aller Studenten Informatik ... Waren übrigens voll viele Leute aus entfernteren Gemeinden da: Hamburg, Mainz, Stuttgart, Karlsruhe. Vielleicht sind es ja mal auch aus anderen Gemeinden mal welche zu sehen. Macht einfach ein wenig Werbung.

Und was hat das mit Mannheim zu tun? Ist das hier nicht eine Dauerwerbung für einen bestimmten Verband im Südwesten? Mitnichten!! Dies ist so einige von den Meinungen, die auf dem vergangenen Seminar in Mannheim geäußert wurden: Dass nämlich mehr solche Seminare stattfinden sollen. Nicht immer nur an einem Ort, sondern auch mal bei anderen Verbänden. Neue Leute will man sehen, die bekannten auch. Müssen aber nicht alle in absolut jeden Workshop gehen. Wenn es gut ist, gehen die Leute auch von selber hin. Deswegen habe ich davon berichtet. Also ... gebt euch einen Ruck und gebt Bescheid, wann ihr kommt oder wann ihr mal einladet.

Voll krass,

Sharon

P.S. Wir sehen uns spätestens kurz vor Schabbes wieder ... an alle die, die dann zahlen werden ... bitte keine aufeinanderfolgend numerierten Münzen mitbringen...